• In meiner Praxis habe ich über 30 Jahre Erfahrung in Anwendung mit Verfahren der Manuellen Medizin in der Therapie verschiedener Organsysteme. Diese Arbeit und meine Kenntnisse zu einer Prävention stehen in Verbindung und Ergänzung zu ärztlichen Diagnosen und Verfahren. Die Behandlung von Schmerzpatienten, eine eingehende Beratung und bei Bedarf eine weiterführende Vernetzung im Gesundheitswesen sind häufig beginnende Interventionen, wie Patienten meine Arbeit kennen lernen. Für die Begleitung von Schmerzpatienten hat sich die Mobilisierung sowie Balancierung einzelner Anteile im Haltungs- und Bewegungssystem mit individuellen Körperübungen als ein zusätzliches Angebot bewährt.

• Seit 35 Jahren arbeite ich als Lehrtherapeut für Körpermechanik, Manuelle Verfahren und im Bereich Gesundheitssport. Daraus entstanden langjährige Lehrtätigkeiten an der Universität Hamburg im Fachbereich Sportwissenschaft, beim Deutschen Sportbund, auf Fachfort­bildungen für Gesundheitsberufe sowie bei Gesundheitskongressen.

• Seit 1985 habe ich meine Erfahrungen in der Anwendung von Manueller Medizin kontinuierlich erweitert. Meine beginnende Motivation entstand aus eigenen Erfahrungen als Schmerzpatient. Im Besonderen wurde ich nach zwei Jahren durch Verfahren einer asiatischen Bewegungs- und später einer Behandlungsmethode schmerzfrei.

• Ich bin Mitgründer des Berufsverbandes der Taiji- und Qigonglehrer 1989 und habe mich u.a. in den Segmenten Qualitätssicherung, Anerkennung von Weiterbildungen und für eine Berufsethik eingesetzt.

• Ich bin Mitgründer des Berufsverbandes für Shiatsutherapeuten 1992 und habe mich u.a. in den Segmenten Qualitätssicherung, Anerkennung von Weiterbildungen und für eine Berufsethik jeweilig für medizinisch professionelle Anbieter und im Laienbereich eingesetzt. Seit 20 Jahren wird Shiatsu im europäischen Kulturraum als eine medizinische Anwendung und als ein erweiterndes Verfahren in der Physiotherapie erforscht, anerkannt und integriert.

• Ich war langjährig Mitglied des Förderkreises für Ganzheitsmedizin e.V. seit der Gründung 1988. Ich arbeitete damals noch als ein Medizinstudent in Kliniken, welche verstärkt mit Patientengruppen und deren Eigenkompetenz von Selbsthilfegruppen zusammen arbeiteten. Stichwort : Eigenkompetenz und Verantwortung.

• Ich habe Weiterbildungen an Instituten für Kommunikation und systemischer Betrachtungsweise in Hamburg und München. Beginnend durch Ausbildungen in der Jugendarbeit mit Mitarbeitern von Prof. Friedemann Schulz von Thun 1983 habe ich Einblick in „die Großbaustelle Kommunikation“ erhalten. Die Formen und Möglichkeiten an menschlicher Kommunikation sind für mich grundlegend von Interesse.

• Bei entsprechenden Anfragen arbeite ich im deutschsprachigen Raum.

Es geht in meiner Arbeit um Integration von kulturellem Wissen. Ich erlebe, dass Impulse aus einer anderen Kultur ein modernes Leben konkret bereichern können. Ich distanziere mich dabei von Heilversprechen und biete für Mensch und Leben keine einfachen Erklärungsmodelle an. Mich interessiert eine individuelle und für den Patienten stimmige Medizin, mit all den Möglichkeiten in der heutigen Zeit.

Mir hat seit meinen ersten Kontakten mit altchinesischer Kultur durch Dr. phil. Christel Proksch der humanistische Anspruch mit der Idee von Aufklärung (Kant) mehr imponiert, als das erst einmal „asiatische“. Dass ich mich wiederholt mit chinesischer Kalligraphie beschäftigte, ist eher dem beginnenden Verständnis für die Bedeutung von Sprache als Ausdruck von Perspektiven von „Mensch und Welt“ zu verstehen. Dieses Interesse hat mich später in Seminare zur Ethnologie gebracht und dort zu einer vergleichenden Betrachtung von Medizinsystemen mit den jeweiligen Auffassungen, was Krankheit und anders, was Gesundheit, aus einem kulturellen Kontext heraus bedeuten kann. Ich bin froh über einen wissenschaftlichen Zugang über Erkenntnisse aus der Faszien-Forschung, (Uni-Ulm, Dr. Robert Schleip) welche Erklärungsmodelle liefert, warum eine elastische Bewegungsqualität mit langkettigen Schraubbewegungen wirksam ist. Ebenso gibt es neue Erklärungsmodelle, warum langsame und anlehnende Behandlungsqualitäten in Manueller Medizin Verklebungen im Gitternetz der Faszien lösen können.

Kulturschätze im Dialog